Visualisierung

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Die einfachste Form des Sichtbarmachens von Informationen bei der Präsentation auf Kongressen, Tagungen und Seminaren sind Schreibtafeln, Flipchart und Pinnwand. Oft eingesetzt sind Overhead-Projektoren mit beschreibbaren oder aufgelegten Folien. Die Software-Anbieter haben Programme entwickelt, mit denen OH-Folien erstellt werden können, die wahrnehmungstheoretischen Grundsätzen folgen; dennoch werden von Referenten immer wieder Folien eingesetzt, die entweder handschriftlich oder mit Hilfe eines Text-Programms angefertigt sind: Unleserlich - vor allem in großen Räumen, zu eng beschrieben, schlechte Typografie, unübersichtliche Gestaltung. Ein Schritt weiter ist die Herstellung von Präsentationen aus dem Computer, meist ein Laptop. Zwar können Folien aus den Präsentations-Programmen heraus gedruckt werden, doch erreichen sie meist nicht die Qualität, insbesondere bei Farbwiedergabe, die mit der direkten Datenprojektion über Daten-Displays, die auf den OH-Projektor aufgelegt werden, oder über einen Video-Beamer erreicht werden. Die meisten Präsentations-Programme erlauben auch das Einspielen von Bildern, Grafiken und Video-Sequenzen, womit die Visualisierung verstärkt wird.

Auch die Präsentation von Informationen bedarf einer sorgfältigen Planung, wenn sie erfolgreich sein soll:

  • Die Ziele der Präsentation sollten klar durchdacht sein und in die Darstellung einfließen. Vor Beginn der Erstellung einer Präsentation sollten das Thema eingegrenzt, Inhalte und Argumentation aufgelistet, Schwerpunkte festgelegt und ein Gliederung ausgearbeitet werden.
  • In jeder Phase der Vorbereitung und später bei der Präsentation selbst daran denken, dass jeder Vortrag, jedes Referat, jede Präsentation Bühnen-Auftritte sind, die umso erfolgreicher ankommen, je besser sie in Ablauf, Aussagen-Aufbau und unterhaltenden Elementen inszeniert sind.
  • Es ist wichtig die Interessen und die Zusammensetzung der Zuhörerschaft zu kennen und die Präsentation in Art und Inhalt darauf abzustimmen.
  • Charts sind keine Lesebücher - Also Text nur in Schlagworten - Anhaltswerte: Maximal 7 Zeilen pro Chart, maximal 7 Wörter pro Zeile.
  • Charts müssen auch von der hintersten Reihe noch gelesen werden können - Das sollte man selbst testen.
  • Die Charts sollten in Schrift-Stil, Farben und Platzierung der Informationen einheitlich gestaltet sein - Aber nicht zuviel Gestaltungs-Schnick-Schnack und nicht zuviele Farben, das lenkt von der Information ab.
  • Bei grafischen Darstellungen nicht zuviele Elemente.
  • Grafisch dargestellte Statistiken immer auch numerisch darstellen - Es ist ein Trugschluss, zu glauben, die Menschen würden Grafiken besser erfassen als Zahlen.

Geplant werden muss aber auch der persönliche Auftritt. Die schönsten Charts sind - fast - wertlos, wenn der Referent bei der Präsentation grobe Fehler macht. DIN 15906 sagt zu “Visualisierung; Präsentations- und Projektionstechnik”: Die nutzbare Tagungsraumgröße und die verwendeten Medien bedingen sich gegenseitig. Der maximale und minimale Betrachtungsabstand, die Größe der Projektionsfläche, der Abstrahlwinkel von der Projektionsfläche und die Umfeldbeleuchtung müssen aufeinander abgestimmt sein.

Persönliche Werkzeuge