Video- und Datenprojektoren

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Video- und Datenprojektoren projizieren elektronisch übertragene Informationen und werden heute vorzugsweise für Präsentationen, Interaktionen, Videokonferenzen, Schulungen usw. eingesetzt.

Die Video- und Datenprojektoren lassen sich über ihre technischen Daten in verschiedene Geräteklassen einteilen. Man unterscheidet zwischen

  1. reinen Videoprojektoren für Wiedergabe von Videobildern (Videocassetten) in Pal, Secam oder NTSC Format und von Video-Kamerabildern.
  2. VGA Datenprojektoren (640x480 Pixel), meist auch videotauglich, feste Zeilenfrequenzen 15khz und 35khz
  3. Multifrequenz-Video- und Datenprojektoren für die meisten Computer- Bildauflösungen und Video, Zeilenfrequenzbereich 15-48khz
  4. Multifrequenz-Video- und Datenprojektoren, Zeilenfrequenzbereich 15-90kHz, können auch mit höchsten Auflösungen ein gutes, stabiles Bild zeigen (professionelle Anwendungen).

Die Zeilenfrequenz (kHz) gibt das Taktschema für den Aufbau einer Bildschirmzeile durch den Elektronenstrahl wieder. Die erforderliche Zeilenfrequenz ist von der Auflösung (Pixel) und der Bildfrequenz (Hz) abhängig. Die Auflösung gibt bei der Bildwiedergabe die Anzahl der Bildpunkte (Pixel) an, die (horizontal x vertikal) angezeigt werden. Ein universell einzusetzender Projektor für kleinere und mittlere Räume soll eine Auflösung von mindestens S-VGA (800x600 Pixel) haben bei einer Zeilenfrequenz von 48 kHz und einer Bildfrequenz von mindestens 75 Hz. Seine Lichtleistung muß mindestens 500 ANSI-Lumen betragen. Der Projektor muß sich automatisch zwischen Pal, Secam und NTSC umschalten und mindestens zwei Eingänge haben.

Grafikstandards im PC-Bereich (nach DIN 15906)

 Grafikstandard	A  Anschluß	 max. Auflösung	 Bildfrequenz (Hz)	max.Farben gleichzeitig
    VGA	R GB analog 
   9/15-pol.	640x480	    <=100	   16/256
   Super-VGA
   S-VGA	R  GB analog 
    9 /15-pol.	    800x600	    <=100, 

t Teilweise >70 <=16,7Mio (24bit)

    XGA	R GB analog 

1 5-pol. 1 .024x768 <=100 <=16,7 Mio (24bit)

   S-XGA	R GB analog 

1 5-pol. 1. 280x1.024 <=75 <=16,7Mio (24bit)

Der Projektor sollte so ausgewählt werden, daß er die geforderte Bildauflösung wiedergeben kann, die im Allgemeinen durch die am Computer verwendete Grafikauflösung (Grafikkarte) bestimmt wird. Im Regelfall genügt hierbei die Einhaltung der Eckwerte wie Auflösungsvermögen, Videobandbreite, Bildwiederholfrequenz und Farbauflösung. Da durch die Vielzahl der möglichen Grafikmodi praktisch beliebig viele Auflösungen möglich sind, müssen im Einzelfall die benötigten zugehörigen Werte ermittelt werden. Der Zusammenhang ergibt sich aus folgender Formel: Auflösung (Pixel) x Bildwiederholfrequenz (Hz) = Videobandbreite (Hz) Beispiel für eine Auflösung von 800x800 Pixeln und eine Bildfrequenz- Bildwiederholrate von 100Hz: 800 x 600 x 100Hz = 48.000.000Hz = 48MHz Die Farbauflösung spielt nur bei digital angesteuerten Geräten z. B. LCD- Projektoren eine Rolle. Bei analog angesteuerten Geräten ist die Farbauflösung unendlich groß. Die Lichtleistung (Nutzlichtstrom) eines Video- und Datenprojektors ist das Resultat der Intensität der Lichtquelle und der Lichtdurchlässigkeit (bzw. dem Reflexionsgrad) des Displays. Die Helligkeit von Projektoren soll in ANSI-Lumen angegeben werden, das für alle Projektionstechniken vergleichbare Wertangaben ermöglicht.

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