Versicherung

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Die Ausstellungsbedingungen für Messen und Ausstellungen regeln in starkem Maße auch Haftungsfragen und Schadensersatzansprüche. Darüber hinaus entstehen aus einer Beteiligung weitere Risiken. Um sich selbst vor Verlusten zu schützen, die aus Zahlungsunfähigkeit eines zur Haftung Verpflichteten entstehen können, dringen manche Veranstalter darauf, daß Aussteller vor allem Daueraussteller entsprechende Versicherungen abschließen.

Einige Versicherer bieten spezielle Ausstellungsversicherungen an, die sich auf Gefahren während der Transporte zum Messeort und des Aufenthaltes am Messeort erstrecken. Zu beachten sind hier die Einschränkungen im “Kleingedruckten", wie z.B. die Beschränkung auf “gewöhnlichen Verlauf".

Neben einer solchen Ausstellungsversicherung sollten eine Reisegepäckversicherung, eine Haftpflichtversicherung und eine Unfallversicherung für die teilnehmenden Mitarbeiter bzw. das Unternehmen abgeschlossen sein. Bei bestehenden Verträgen ist zu prüfen, ob sie die Gefahren einschließen, die durch die Messebeteiligung entstehen, die ja nicht normaler Geschäftsbetrieb ist. Vorsicht ist am Platze bei Reisen in Krisengebiete, denn die dort möglichen zusätzlichen Risiken sind meist nicht erfaßt. Problematisch ist es z.B. auch, wenn was bei Verbraucherausstellungen nicht selten ist die Veranstaltung in einem Gebiet stattfindet, das hochwassergefährdet ist. Wenn es dann zum Hochwasser kommt, treten komplizierte Haftungsfragen auf. Es empfiehlt sich also in solchen Fällen für den Aussteller, sich zu vergewissern, ob dem Veranstalter die Hochwasser-Gefährdung bekannt ist, ob die das Gelände vermietende Gemeinde auf die Gefahr hingewiesen hat und sich vertraglich Schadensersatz-Ausschluss hat zusichern lassen, und ob der Veranstalter in den Teilnahme-Bedingungen Schadensersatz für den Hochwasser-Fall ausgeschlossen hat.

Auch der Veranstalter muß die Versicherungsrisiken immer wieder überprüfen insbesondere auch unter dem Aspekt jeweils neuer Rechtsprechung und der Fortentwicklung der technischen und sonstigen Möglichkeiten, sich vor Gefahren zu schützen. Zu erwähnen sind hier Feuer , Leitungswasser , Glasbruch (incl. Hagel bei verglasten Hallen), Sturm-, Einbruch , Diebstahlversicherung, aber auch Gewässerschadenversicherung für die aus der Lagerung von Heizöl oder anderen Schadstoffen entstehenden Gefahren und. evtl. eine Betriebsunterbrechungsversicherung für den Fall, daß der Eintritt eines Schadensfalles die Einstellung des Ausstellungsbetriebe erfordert (Veranstaltungsversicherung). Zu bedenken ist, daß selbst eine Sprinkleranlage zwar die Feuerversicherungsprämie senken kann, andererseits aber auch Wasserschadenrisiken mit sich bringt für den Fall unbeabsichtigten Auslösens. Hinzu kommen Unfall und Haftpflichtversicherungen für Aktionsschauen zumal dann, wenn das Publikum eingeladen ist, daran teilzunehmen. In diesem Zusammenhang sind Versicherungen für Schäden erwähnt, die mit der Nutzung von Serviceeinrichtungen, wie z.B. Kindergärten, Schwimmbädern etc. entstehen können.

Risiken entstehen auch für Verleihfirmen, die technisches Equipment für eine Veranstaltung bereitstellen. Der Ausfall veranstaltungstechnischer Installationen, wie etwa der Steuerungselektronik für die Präsentationstechnik kann die Veranstaltungsdurchführung in Frage stellen. Die Folgekosten können unübersehbar sein. (Veranstaltungs-Versicherung)

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