Tagungsverpflegung

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Der Erfolg einer Tagung, eines Kongresses, eines Seminars, einer Incentive-Reise oder eines Messebesuchs kann entscheidend beeinflusst werden durch die Qualität des gastronomischen Angebots. Dabei ist zu berücksichtigen, dass es nicht allein unter dem Aspekt der Nahrungsaufnahme gesehen werden darf, weil insbesondere bei Kongressen dem Mittag- und Abendessen auch die Funktion des Social Event zugemessen wird, bei dem man ungezwungen ins Gespräch kommt und nach getaner Arbeit das Gebotene genießen will. Hinzu kommt, dass neue Erkenntnisse der Ernährungswissenschaft zu berücksichtigen sind. Bei Tagungen machen Konzentrationsvermögen und geistige Belastung des Hauptteil der Belastung aus, während der Energieverbrauch für körperlich-muskuläre Leistungen geringer ist. Das erfordert eine Anpassung der Ernährung. Schwer verdauliche Speisen sollten verpönt sein, denn der Körper braucht viel Energie für die Verdauung. Sie steht dann für die geistige Leistung nicht mehr zur Verfügung. Der Leistungsabfall, der bei vielen Veranstaltungen nach dem Mittagessen auftritt, ist bekannt, wird aber bei der Zusammenstellung des Tagungsprogramms häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Umso wichtiger ist es, auf mehr Qualität statt Quantität zu achten.

Schon auf die Zusammensetzung des Frühstücks in den Hotels der Teilnehmer solte Einfluss genommen werden. Frisches Obst und Säfte, Joghurt, Müsli sollten angeboten werden. Das Gleiche gilt für die Tagungspausen, für die das Angebot von Kaffee und Tee nicht ausreicht. Das Mittagessen sollte kurz gehalten werden und deshalb vorzugsweise ein Lunch-Buffet mit einem leichten warmen und/oder kalten Gericht, Salat und nicht blähendem Gemüse sein. Zu bedenken ist, dass rund 20% der Teilnehmer ein vegetarisches Gericht bevorzugen. Am Abend sollte ebenfalls auf schwer verdauliche Gerichte verzichtet werden. Hier bietet sich an, mit regionaler Küche einen Bezug zur Destination herzustellen; beliebt ist die auch gastronomische Ausrichtung der Abendveranstaltung auf die nächste Destination.

Tagungsgetränke sind wichtig, weil die Luft in klimatisierten Räumen oft trocken ist. Verschiedene Säfte und ein möglichst stilles Wasser sollten in Kühlbehältern dargeboten werden. Die Getränke für die Referenten dürfen keine Kohlensäure enthalten; natrium- und nitratarmes Quellwasser eignet sich am besten.


Das GCB stellt dazu fest:

Die Teilnehmer Ihrer Veranstaltungf werden sich einen Monat später vielleicht nicht mehr daran erinnern, über was sie diskutiert haben, das Essen wird ihnen aber sehr wohl in (guter wie schlechter) Erinnerung bleiben.... Im Restaurant überprüfen Sie

  • Speisekarte
  • Essen (Aussehen und Geschmack)
  • Service
  • Tischdekoration
  • Ambiente und Beleuchtung
  • Beschallungsanlage
  • Behindertengerechte Einrichtungen und Eingänge
  • Notausgänge und allgemeine Sicherheit
  • Lage von Garderobe und Toiletten

Und erkundigen Sie sich nach

  • Öffnungszeiten der Bar
  • Zahlenmäßiges Verhältnis Personal – Gäste
  • Erfahrung/Ausbildung des Personals
  • Frühstück (Auswahl und Schnelligkeit)
  • Hygienemaßnahmen
  • Recyclingpolitik (wird z.B.überschüssiges Essen an Bedürftige abgegeben? (Anmerkung des Autors: Das ist in vielen Ländern, z.B. in Deutschland, nicht unbeschränkt zulässig.)
  • Verbrauchskontrollen
  • Korkgeld (bei Sponsoring wichtig)
Persönliche Werkzeuge