Tagungs- und Kongress-Wirtschaft

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Das Volumen der Tagungs- und Kongress-Wirtschaft wird allein für Deutschland mit einem Umsatz von 45 Mrd. DM angegeben. Das GCB hat in einer von Infratest Burke 1995 durchgeführten Untersuchung das Volumen des Tagungsmarktes in Deutschland wie folgt festgestellt:

  • 610.000 Veranstaltungen
  • 2,3 Tage durchschnittliche Dauer
  • rd. 1,4 Mio. Veranstaltungstage
  • knapp 50 Mio. Teilnehmer
  • ca. 55 Mio. Übernachtungen

Diese Schätzungen auf der Basis einer im Auftrag des GCB 1994 veröffentlichten Untersuchung schließen Kongresse, Tagungen und Seminare ein. Einen hohen Anteil an diesem Markt haben die Veranstaltungen der Bundesverbände und Dachorganisationen. Das gilt sowohl für den nationalen wie den internationalen Bereich. Die UIA erfasst den Markt der internationalen Kongresse statistisch. Bei den Zahlen der Organisation ist zu berücksichtigen, dass auch sie nur eine begrenzte Zahl der Veranstaltungen erfasst. Im Jahr 1996 waren dies rund 9.000 Veranstaltungen. Hält man dagegen, dass davon nur 539 Kongresse in Deutschland stattfanden, das GCB aber im gleichen Jahr nur für Deutschland 610.000 Veranstaltungen ermittelt, werden die definitorischen Schwierigkeiten sichtbar, vor denen schon nationale Statistiken stehen, vor denen aber eine weltweite Statistik kapitulieren muss, wenn es nicht gelingt, eine Übereinkunft in der Branche zu finden. Bisher sind jedoch alle solche Versuche gescheitert. Rund 50% der in Deutschland erfassten Veranstaltungen können dem Bereich Weiterbildung zugerechnet werden, nur rund 30% dem Bereich Kongresse und Tagungen. Das wären für Deutschland immer noch rund 200.000. Orientiert man sich an der durchschnittlichen Größe, kommt man zu einer kaum strittigen Differenzierung, die allerdings auf die - ohnehin definitorisch kaum greifbaren - unterschiedlichen Aufgabenstellungen keine Rücksicht nimmt. Danach haben rund 36% der Veranstaltungen zwischen 16 und 30 Teilnehmern, 13% um 31-50, 21% um 51-400 Teilnehmer; nur 3% haben mehr als 400 Teilnehmer.

Dr. Gisela Hank-Haase kommt in einer eigenen Untersuchung zu dem Ergebnis, dass allein die etwa 2.100 Bundeverbände und Dachverbände in Deutschland rund 10.500 Tagungen und Kongresse mit rund 2 Millionen Teilnehmern durchführen. Hinzu kommen etwa 14.000 Seminare und Schulungen mit ca. 400.000 Teilnehmern. Die durchschnittliche Veranstaltungsdauer gibt sie mit 1,7 bis 1,8 Tagen an, so dass durch die Verbände ein Veranstaltungs-Volumen von rund 18.000 Tagungs- und Kongress-Tagen und rund 25.000 Schulungs- und Seminar-Tagen initiiert wird. Der Anteil der Erdteile am Kongressmarkt hat sich in den letzten zehn Jahren kaum verändert. Auf Europa entfielen - gemessen an der Zahl der Kongresse - im Jahr 1996 rund 58%, auf Amerika 20%, auf Asien 14%, auf Australien 3%.

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