Steuern, Kongresse und Incentives

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Ein schwieriges Kapitel bei der Durchführung von Kongressen und Incentives - Sachprämien, Incentive-Veranstaltungen, Incentive-Reisen - ist die Behandlung im Rahmen des Steuerrechts.

Es geht dabei um zwei Themenkomplexe:

  1. Die Anerkennung der Aufwendungen als Betriebsausgaben und
  2. die einkommensteuerliche Behandlung beim Teilnehmer (Geldwerte Leistungen).

Da es keine eindeutigen gesetzlichen Bestimmungen dazu gibt, wird es immer auf das Ermessen des bearbeitenden Steuer-Beamten ankommen. Grundsätzlich kann aber gesagt werden, dass die Chance, die Teilnahme an einem Kongress als Betriebsausgabe behandeln zu können, umso größer ist, je geringer der Anteil des Kongressprogramms mit eher unterhaltendem, gesellschaftlichem oder in anderer Weise außerbetrieblichem Charakter ist. Ein umfangreiches Begleit-Programm, Post- und Pre-Convention-Tous und unverhälnismäßig hohe Aufwendungen etc. legen immer den Verdacht nahe, dass die betriebliche Veranlassung gering, der private Anlaß dagegen bedeutsam ist. Auch die Art der bei einem Kongress vermittelten Information spielt eine wichtige Rolle. Sie muss “wichtige, im Betrieb verwertbare Anregungen” vermitteln, die auf andere Weise nicht oder kaum gewonnen werden können. Das Gewinnen allgemeiner Erkenntnisse reicht nicht aus. Kritisch betrachten die Finanzbehörden Reisen ins Ausland, da sie davon ausgehen, dass die Gewinnung wichtiger Erkenntnisse auch im Inland erfolgen kann. Incentive-Reisen sind insofern besonders problematisch, weil sie häufig in besonders exotische Länder gehen und bei ihnen der unterhaltend-gesellschaftliche Anteil meist besonders groß und die betriebliche Veranlassung für Finanzbeamte nicht ohne weiteres einsichtig ist. Sie werden deshalb richtigerweise häufig von Fortbildungsveranstaltungen begleitet.

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