Stapelrecht

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Um durchreisende Kaufleute zu zwingen, ihre Waren zunächst den in einer Stadt tätigen Händlern anzubieten, gab es im frühen Mittelalter ein Stapelrecht, das von den Territorialherren oder dem Kaiser verliehen werden. konnte. In vielen Städten wurde dazu ergänzend, eine Umschlagpflicht eingeführt, das die Kaufleute zwang, die Waren in der Stadt zu verkaufen und nicht wieder auszuführen. Da die Fernhändler (Fernhandel) diesem Druck durch die Wahl anderer Verkehrswege auszuweichen suchten, wurden Stapelrecht und Umschlagzwang häufig mit einem Straßenzwang verbunden, der die Kaufleute zwang, festgelegte, in die jeweilige Stadt führende Straßen zu benutzen.

Das Stapelrecht förderte den Handel einer Stadt beträchtlich und war in einigen Fällen Urzelle später dort durchgeführter Messen. In der Festschrift zum 75-Jahre-Jubiläum der KölnMesse ist das Stapelrecht informativ umschrieben: “Das Stapelrecht zwingt jeden Nicht-Kölner Händler, der die Stadt zu Wasser oder zu Lande passiert, eine Waren in Köln auszuladen und drei Tage zum Verkauf anzubieten. Dran schließt sich das spätere Verbot an, Waren , die in Köln gehandelt werden, vor Erreichen der Stadt zu kaufen oder zu verkaufen. Jeder Markt oder Handel innerhalb der Bannmeile, ja sogar darüber hinaus wird verboten.”

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