Standgestaltung

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Im Rahmen der Standbauplanung muß bereits die Ausstattung des Standes mitgeplant werden. Das fängt mit der Beschriftung an, die nicht nur die Firmenbezeichnung auf der Blende, an der Wand oder auf andere geeignete Weise einschließt, sondern auch als Informationsmedium auf den Standwänden und an den Exponaten dient. Es ist dabei darauf zu achten, daß die Schriften zueinander passen. Oft werden beschriftete Standwände mitgebracht, die Blenden aber vor Ort in einer anderen Typografie, in nicht passender Farbe etc. beschriftet Die Standbeschriftung erfolgt am einfachsten mit Klebebuchstaben aus Folien, Polystyrol, Styropor oder auch Karton (aber den Schildermaler alter Technik gibt es oft auch noch), die durch Einsatz computergesteuerter Schneidegeräte in kleinen wie in großen Stückzahlen relativ schnell hergestellt werden können. Zunehmend werden Beschriftungs-Plotter eingesetzt, mit denen per EDV Beschriftungen und eingescannte Bilder, wie z.B. Logos auf Folien gedruckt werden. Interessante Effekte lassen sich mit elektronischen bzw. optischen Displays erzielen, die wechselnde Texte oder Lauftexte ermöglichen.

Fotos und Dias (vor allem Großformate), grafische Darstellungen und Strömungsdiagramme, Vitrinen und Leuchttafeln gehören schon zu den traditionellen Hilfsmitteln der Standgestaltung. Auch Tonbildschau, Film und Video sind häufig eingesetzte Medien. Gerade bei den elektronisch visuellen und noch mehr bei den audio visuellen Medien muß berücksichtigt werden, dass der Messebesucher durch nur flüchtige Wahrnehmungsbereitschaft gekennzeichnet ist. Andererseits haben Untersuchungen ergeben. dass Wissen zu 70% durch gleichzeitiges Hören und Sehen erworben wird und nur zu 30% durch alleiniges Sehen. Die Erkenntnisse über Wahrnehmungsprozesse legen nahe, audiovisuelle Medien auf dem Messestand so einzusetzen, dass sie die übermittelte Information in kurze, überschaubare Schritte aufteilt. Hierfür eignet sich in der Regel eine Tonbild schau die auch auf Video gezeigt werden kann - besser als z.B. ein Film. Neue Festplattenspeicher mit hoher Kapazität ermöglichen es, Video-Sequenzen und Bilder digital abzuspeichern und in beliebiger Auswahl bei raschem Zugriff Ausschnitte aus den abgespeicherten Informationen abzurufen. Für die Zwischenwände und Displays eignen sich moderne Kunststoffplatten (z.B. aus geschäumtem PVC) und Aluminiumplatten, die bei hoher Stabilität und günstigen Brandsicherheitswerten sehr leicht sind. Sie lassen sich leicht lackieren und bedrucken, aber nicht immer gut tapezieren. Für höhere Stabilitätsansprüche eignen sich Aluminium oder Stahl Sandwichplatten mit Polyäthylen-Kern. Häufig verwendetes Material ist immer noch die Spanplatte, die allerdings meist der Versteifung durch Metallprofile bedarf. Das Messemobiliar sollte der Kommunikationsaufgabe des Messestandes dienen, nicht zu aufwendig, aber zweckmäßig und ansprechend in Form und Farbe sein.

Wer alljährlich mehrmals Messen oder Ausstellungen beschickt, sollte Mobiliar anschaffen, das seinen speziellen Vorstellungen entspricht und sich gut in die Grundkonzeption des Messestandes einpaßt. Für nur ein oder zwei Beteiligungen im Jahr ist es richtiger, am Messeort Mobiliar zu mieten (Mietmöbel) dann aber die Mobiliarbeschaffung frühzeitig zu disponieren. Für die Abwägung der Frage, ob Miet- oder Eigenmobiliar kostengünstiger ist, gelten die gleichen Überlegungen wie für Miete oder Kauf des Standes.

Je nach Standkonzeption kann mit einiger Phantasie das Messe-Mobiliar zum reizvollen Gestaltungselement werden (Sitzlandschaft statt Sitzgelegenheit).

Das Gleiche gilt für den Bodenbelag. Er dient, weil meist relativ großflächig wirksam, auch der Selbstdarstellung des ausstellenden Unternehmens. Material und Farbe des Bodenbelags haben hohen Wiedererkennungswert und können im Rahmen der corporate identity des Unternehmens gute Dienste leisten. Auch Teppichböden bzw. Kunststoffböden können gemietet werden. Zur Standgestaltung gehören auch die richtige Beleuchtung und der gezielte Einsatz von Farben. (Podeste)

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