Seidenstraße

Aus DeGefest-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Am Beginn des 2. Jahrhunderts vor unserer Zeitrechnung eröffneten chinesische Kaufleute regelmäßige Handelskontakte in die westliche Welt. Sie nutzten dabei vorwiegend drei Routen: eine verlief südlich der Wüsten Gobi und Taklamakan, die zweite nördlich in Richtung Mittelmeer, und eine dritte zweigte westlich der Wüste nach Süden in Richtung Indien ab. Ausgangspunkt war das heutige Xian. Die von dem Forscher von Richthofen im Jahr 1870 mit dem Sammelnamen versehenen Routen waren bis ins 9. nachchristliche Jahrhundert Schauplatz nicht nur des Seidenhandels, sondern eines regen Warenaustauschs, wie zahlreiche Belege bestätigen. Im Zusammenhang mit einer Betrachtung der Geschichte der Messe-Wirtschaft ist die Seidenstraße insofern beachtenswert, weil der Handel in Etappen ablief. Die Karawanen aus China machten an einigen Markt-Plätzen Station, wo die Waren von anderen Karawanen übernommen wurden. Solche Markt-Plätze waren z.B. Khotan, Turpan, Kucha, Kashgar, Samarkand, Srinagar. Am Ende der Westroute schließlich lagen Palmyra und Tyros, die schon in noch weiter zurückliegender Vergangenheit wichtige Handelsplätze waren, wie es in Hesekiel 27 der Bibel nachlesbar ist.

Persönliche Werkzeuge