Risiko-Management

Aus DeGefest-Wiki

Wechseln zu: Navigation, Suche

Für Veranstalter von Messen, Kongressen und Marketing Events bestehen zahlreiche Risiken, die den wirtschaftlichen Erfolg in Frage stellen und in Extrem-Fällen existenzbedrohend für das veranstaltende Unternehmen und das Organisations-Unternehmen sein können. Wie einige konkrete Fälle zeigen, sollten insbesondere kapitalschwache Veranstalter, wie es in der Regel Verbände sind, durch ein professionelles Risiko-Management die Folgen unvorhergesehener Schadens-Ereignisse zu begrenzen suchen. Zu den häufigsten Risiken gehören: Nichtverfügbarkeit der Veranstaltungsstätte (gegenüber dem Vermieter absichern), Wetterrisiken, wie Glatteis, Überschwemmung, starker Regen, Hitzewelle etc. (Haftungsausschluss in den Durchführungs-Bedingungen, Versicherung), Nichterscheinen von Referenten und/oder Teilnehmern infolge Krankheit, Streiks etc. (Haftungsausschluss in den Durchführungs-Bedingungen), Nichtanlieferung von Ausstellungsgegenständen (gegenüber dem Lieferanten/der Spedition absichern), Politisch oder kriminell motivierte Akte, wie Anschläge, Demonstrationen, Bombendrohung (Haftungsausschluss in den Durchführungs-Bedingungen), behördliche Verfügungen (Haftungsausschluss in den Durchführungs-Bedingungen). Zu den Schadensarten gehören: Personenschäden, Sachschäden und Vermögensschäden. Zu beachten sind aber auch Folgeschäden, wie z.B. Gewässer- und Boden-Verunreinigung und deren Beseitigung, Aufräumkosten etc.

In vielen Fällen wird eine Absicherung der Risiken nur unter Aufwendung zusätzlicher Kosten, insbesondere Versicherungs-Prämien, möglich sein. Jedoch können durch ein kosequentes Schadenverhütungs-Programm auch Risiken vermindert bzw. begrenzt oder überwälzt werden; Schaden verhüten ist besser und billiger als Schadens-Ausgleich. Professionelle Planung und Vorbereitung der Veranstaltung mit sorgfältiger Abwägung aller Handlungen und Aktivitäten unter dem Aspekt der damit verbundenen Risiken ist eine wichtige Basis für die Risiko-Vermeidung. Sie beginnt mit der Besichtigung der Veranstaltungsstätte und schließt die Auswahl leistungsfähiger Zulieferer und Dienstleister ein; wer z.B. ohne Beachtung der Risiken eine Ausstellung in einem Überschwemmungs-Gebiet aufbaut, wird auch dafür haften müssen.

Das GCB rät dazu, sicher zu stellen, dass den Teilnehmern an Tagungen und Kongressen keine Gefahr droht durch z.B.

  • Kriminelle Handlungen
  • Terrorismus
  • Feuer
  • Gefährliche Autofahrten
  • Lebensmittelvergiftung
  • Unbeaufsichtigte sportliche Aktivitäten
  • Extreme Klima- und Wetterbedingungen


Deshalb sollte der Veranstalter folgende Punkte beachten:

  • Sicherstellen, dass alle Teilnehmer registriert sind
  • Sicherheitssysteme und –maßnahmen in der gewählten Veranstaltungsstätte prüfen
  • Alle über mögliche Gefahren vor Ort informieren
  • Hygienebescheinigungen in Küchen prüfen
  • Lizenzen der Organisatoren gefährlicher Sportarten checken
  • Eine Erste-Hilfe-Einrichtung bereithalten
  • Alle Teilnehmer über die örtlichen Wettersituationen informieren
  • Sicherstellen, dass alle Fahrer über Kompetenz und eine entsprechende Fahrerlaubnis verfügen
  • Das anvertraute Gepäck bewachen
  • Medizinische Einrichtungen vor Ort kennen


Siehe auch:

Persönliche Werkzeuge