Regionalausstellungen

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Rund 28% aller mittelständischen Betriebe bis 499 Beschäftigten und 24% der größeren Betriebe beschicken Regionalausstellungen. Jedoch beschicken 75% der mittelständischen Betriebe und 91,7% der größeren Unternehmen internationale Messen und Ausstellungen. In der Bundesrepublik Deutschland ist in den letzten 10 Jahren sowohl die Zahl der Regional-Ausstellungen, vor allem Verbraucherausstellungen, als auch der an ein regionales Fachpublikum gerichteten Veranstaltungen stark gewachsen. Dieses Wachstum hat sich in erster Linie auf Ostdeutschland konzentriert, wo es vor der Wende nur wenige Messen und Ausstellungen gab und wegen der ohnehin bestehenden Versorgungs-Engpässe auch kaum sinnvoll waren. Soweit einige fachlich spezialisierte Verbraucherausstellungen entstanden sind, decken sie neu aufgekommene oder unter Zeitgeist-Aspekten wiederbelebte Bedürfnisse ab. Dazu gehören beispielsweise Regional-Ausstellungen auf den Gebieten Freizeit, Motorrad, Hobby, Elektronik, Modellbau, Garten etc.

Typologisch können folgende Arten von Regional-Ausstellungen unterschieden werden:

  • Branchenübergreifende, an Privatbesucher gerichtete Regional-Veranstaltungen Mehrbranchen Verbundausstellungen, Verbraucher-Ausstellungen)
  • Fachlich spezialisierte, an Privatbesucher gerichtete Regional-Ausstellungen (Verbraucher Fachausstellung)
  • Fachlich spezialisierte, an Fachbesucher gerichtete Regionalmessen/ ausstellungen
  • Regionalmesse/ ausstellung im Nebeneffekt (Überregional ausgerichtete Fachmessen, die für die jeweilige Standortregion in starkem Maße auch Regionalmesse-Charakter haben)

Die Frage, ob die Besucherschaft einer Veranstaltung überwiegend aus dem Nahbereich, etwa einer Entfernung unter 100 km kommt, sagt nichts darüber aus, ob diese Veranstaltung als Messe oder als Ausstellung festzusetzen ist (Festsetzung). Es kommt lediglich darauf an, ob die Veranstaltung das wesentliche (Messe) oder das repräsentative (Ausstellung) Angebot zeigt und ob bevorzugt gewerbliche oder private Interessenten angesprochen werden. Insofern ist eine Veranstaltung, die das wesentliche Angebot eines oder mehrerer Wirtschaftszweige - auch lediglich der Region - zeigt, deren Besucher aber überwiegend aus der Region kommen, eine Messe im Sinne des § 64 GewO, also eine Regionalmesse. Im Rahmen einer Beteiligungsentscheidung ist es deshalb wichtig, die Besucherstruktur auch unter dem Gesichtpunkt der Regionalität zu prüfen und mit der gesuchten Zielgruppenstruktur zu vergleichen; die Bezeichnung der Veranstaltung hilft nicht weiter.

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