Präsentation

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Die Behaltensquote für Informationen ist am geringsten, wenn die Teilnehmer an einem Kongress, einer Tagung, einem Seminar die Information lediglich hören (ca. 20%). Sie ist höher, wenn die Information nur gesehen wird (ca. 30%). Sie steigt auf ca. 50% an, wenn gehört und gesehen wird, und erreicht Werte um 70%, wenn das Gehörte und Gesehene selbst wiederholt wird, und auf 90%, wenn die Information angewendet,also erlebt, wird. Die Visualisierung der Information ist deshalb außerordentlich wichtig. Sie dient dazu, die Information verständlicher zu machen, Zusammenhänge besser zu erkennen, den Redeaufwand zu verkürzen und die Präsentation aufzulockern - nach dem Motto: “Die Menschen wollen lieber unterhalten als unterrichtet werden.”

Zur Präsentation gehört ganz entscheidend das richtige Auftreten des Referenten/ der Referentin:

  • Der Auftritt sollte vorher geprobt sein. Der Referent/ die Referentin sollte geprüft haben, ob der zur Verfügung gestellte Platz ausreicht, um sich zu bewegen. Er/ sie sollte den Raum kennen, in dem das Referat gehalten wird und dessen Akustik getestet haben. Er/ sie sollte wissen, wo der OH-Projektor steht und ob er für linksseitige oder rechtsseitige Beschickung konzipiert bzw. aufgestellt ist. Der Referent/ die Referentin muss wissen, welche Beschickungsrichtung ihm/ ihr am besten liegt, denn stimmt sie nicht, fühlt er/ sie sich unsicher. Er/ sie sollte wissen, wohin er seinen Laptop stellt, wenn er über Daten- Beamer projiziert, denn viele Rednerpulte haben noch immer keine Waagerechtstellung für die Manuskript-Auflage und die Aufstellung auf einem normalen Tisch erschwert die Handhabung, wenn er/ sie - was er/ sie sollte - stehend referiert.
  • Die Gestik sollte positiv sein und die Aussagen unterstützen. Sie sollte geübt sein.
  • In der Sprechtechnik ist auf sinnvolle Betonungen, zuhörergerechtes Tempo und Nachdenk-Pausen zu achten; die Stimme sollte nicht eintönig, sondern moduliert sein.
  • Der Referent/ die Referentin soll versuchen, das Publikum einzubeziehen - z.B. dadurch, dass er/sie Personen ansieht und evtl. anspricht oder an das Publikum Fragen stellt, die zunächst mit Ja oder Nein per Handaufheben beantwortet werden können, dann aber auch eigene Beiträge der Teilnehmer provozieren.
  • Engagiert sein vermittelt Glaubwürdigkeit.
  • Keine Angst vor Lampenfieber - es gibt Tricks, die negativen Folgen zu vermeiden, und außerdem: Jeder Schauspieler wird bestätigen, dass Lampenfieber Leistungsreserven herauslockt.

DIN 15906 definiert den Begriff Präsentation:

  1. Vorstellung der im Rahmen einer Veranstaltung von den Teilnehmern in Gruppenarbeitentstandenen zusammenfassenden Vorschläge und Lösungsmöglichkeiten vor dem Plenum unter Leitung des Versammlungspräsidenten oder des Moderators. Die Ergebnisdarstellung der Arbeit in Gruppen oder Arbeitskreisen soll pro Einheit nicht mehr als 10-15 Minuten betragen.
  2. Vorstellung von Unternehmen, Geschäftsergebnissen, Produkten und Innovationen vor Entscheidern, Gästen, Kunden und Mitarbeitern, in großem oder kleinem Kreise.

Zum Einsatz kommen Flipcharts, Pinnwände, Tageslichtprojektoren, Video-Datenprojektoren und verbale Zusammenfassungen. Sehr verbreitet bei allen Formen von interaktiven und kommunikativen Zusammenkünften (Kongress, Seminar).

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