Optimale Größe

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Das Problem der Überschaubarkeit des Angebotes einer Messe ist beim Aufkommen der Fachmessen in den 70er Jahren und angesichts einer Welle neuer Spezialisierung in den 80er Jahren heftig diskutiert worden. Dahinter steht die Vorstellung, es gebe eine optimale Größe für Messen.

Unbestritten ist, dass moderne Messen und Ausstellungen ein Spiegelbild der differenzierten Wirklichkeit in Technik und Wirtschaft sind. Das Bedürfnis des einzelnen Besuchers nach einem spezifisch auf ihn zugeschnittenen Informationsangebot und die gleichzeitige und wachsende Vielgestaltigkeit der Informationenbedürfnisse der verschiedenen Besucher begründet einerseits die Notwendigkeit, umfassend und vielgestaltig zu informieren, zwingt aber andererseits zugleich auch dazu, vergleichbare Interessen fachlich spezialisiert abzudecken. Lösungen für dieses Problem wurden in der Schaffung hochspezialisierter special - interest-Messen, bedarfsgerechter Bündelung von Angebotsbereichen (Fachmessen in der Messe) bei gleichzeitiger Optimierung der Besucherführung durch entsprechende Ausschilderung und den Einsatz elektronischer Informationssysteme mit Wegeoptimierung gesehen. Die Größe einer Messe oder Ausstellung gehört in aller Regel nicht zu den primär herangezogenen Beurteilungskriterien in der Beteiligungsentscheidung zumal der Begriff Größe auch definitionsbedürftig ist. Optimale Größe ist infolgedessen in der Sicht von Ausstellern und Besuchern die Bezeichnung für eine bedarfsgerechte, kostengünstige Strukturierung des Angebots. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Darstellung des Angebots in vielen fachlich oder regional spezialisierten Fachmessen Probleme für Anbieter und Nachfrager breiter Produktpaletten bzw. mit einem vielfältigen Kundenspektrum aufwirft. Für sie wird das Positivum "Konzentration durch Spezialisierung" infolge der Zeit, Reise und Kostenaufwendungen beeinträchtigt, so dass sie in Abwägung die Spezialisierung eher als eine Zersplitterung sehen.

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