Motivation

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Die Beeinflussung von Menschen in Richtung auf eine bestimmte Handlungsweise bezeichnet man als Motivation. Verwendet wird der Begriff vorwiegend im Bereich der Leistungs-Erhaltung und -Steigerung. Reinhard K. Sprenger differenziert zwischen der Motivation als “Zustand aktivierter Verhaltensbereitschaft”, also einer Eigensteuerung des Individuums, und der Motivierung als “Erzeugen, Erhalten und Steigern der Verhaltensbereitschaft”, also der Fremdsteuerung, und nennt als Bedeutungsinhalt der Motivierung:

  • Jemanden mit Motiven ausstatten, die dieser vorher nicht hatte
  • Jemanden an seinen Motiven “abholen” und Möglichkeiten zu ihrer Realisierung bieten
  • Verhaltensweisen mit subjektiver Bedeutung/Wichtigkeit aufladen
  • Begeisterung entfachen
  • Anreizen

Motivation im Sinne absichtvollen Handelns der Führenden ist umstritten, weil er schon vom Bedeutungs-Inhalt her in der Nähe der Manipulation (Wortwurzel movere = bewegen) angesiedelt ist. Dwight D. Eisenhower dazu: “Motivation ist die Fähigkeit, einen Menschen dazu zu bringen, das zu tun, was man will, wann man will und wie man will - weil er selbst es will.” Unbestritten ist, dass Fremd-Motivation allein auf Dauer keinen Erfolg haben kann. Menschen sind von Natur aus motiviert. Das Vermeiden von Demotivation wird deshalb als wirksamste Maßnahme zur Erhaltung und Steigerung der Leistung gesehen. Das Anerkennen der Bedeutung eines Menschen und seiner Leistungen motiviert mehr als jeder materielle oder quasi-materielle Anreiz. Deshalb verlangt Motivation Führungskompetenz, die Vertrauen in die Leistungsfähigkeit setzt, Glaubwürdigkeit der Führung und eine akzeptierte Unternehmenskultur. Ziele sollen individuell erreichbar sein und deshalb auf Vereinbarungen bzw. Akzeptanz beruhen, nicht auf Anweisungen.

Erst wenn diese Voraussetzungen gegeben sind, können zusätzliche Maßnahmen helfen, die Motivation zu erhöhen. Dazu gehören die einprägsame Information über die vereinbarten Ziele und die vereinbarten Wege, sie zu erreichen, weiterhin Maßnahmen zur Teambildung und Selbst-Erfahrung (z.B. durch Outdoor-Aktivitäten), die Aussicht auf berufliche Weiter-Entwicklung und, als letzte Maßnahme nach Ausschöpfung aller anderen Instrumente, materielle und quasi-materielle Anreize. Demotivation kann aber auch durch außerbetriebliche Einflüsse bewirkt werden. Politische, gesellschaftliche, gesellschaftspolitische, familiäre und gesundheitliche Sachverhalte, Einstellungen und Gefühle können so stark sein, dass alle betrieblichen Maßnahmen zur Motivierung ins Leere gehen. Sie müssen deshalb in Motivierungs-Konzepte einbezogen werden.

Siehe auch: Incentives

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