Messeamt

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Die Bezeichnung Messeamt stammt aus einer Zeit, als Messen oder Ausstellungen obrigkeitlich angeordnet wurden. Der AUMA war lange Zeit Messeamt. Die Messestädte hatten ihr Messeamt, das oft auch Betreiber der Messegelände und Veranstalter der Messen war, weil die Messen und Ausstellungen in erster Linie als Instrumente der Wirtschaftsförderung gesehen wurden. Erst in den 60er Jahren wurde die Messedurchführung in den meisten Städten auf spezielle dafür gegründete privatwirtschaftlich organisierte, jedoch auf der Kapitalseite weiter in öffentlicher Hand befindliche Unternehmen, meist GmbH, übertragen. Zugleich entstanden aus dieser eher wirtschaftsorientierten Sicht private Veranstalter.

Mit der Novellierung des Titels IV der Gewerbeordnung im Jahr 1978 (Festsetzung) verloren Messen und Ausstellungen endgültig den Charakter obrigkeitlicher Rechtsakte. Bei den von Ländern und/oder Kommunen getragenen blieb es bis in die späten 90er Jahre bei der nur scheinbaren Privatisierung. Das Entstehen rein privater Veranstalter wurde durch die neue Rechtslage stark gefördert.

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