Kongress-Tourismus/ Kongress-Reise

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Schreiber macht deutlich, “dass der Tagungs- und Kongressreise-Verkehr in seiner Feinstruktur erhebliche Unterschiede zum klassischen Geschäftsreise-Verkehr aufweist und somit als eigenständiges Nachfrage-Segment und als bedeutender Wirtschaftsfaktor zu analysieren ist.

Während der Geschäftsreise- und Dienstreiseverkehr im engeren Sinne primär individualreisende Geschäftsleute sowie Beamte und Angestellte auf Dienstreise umfasst, deren Reiseanlass in unmittelbarem Zusammenhang mit beruflichen Obliegenheiten steht, können beim Kongress-Tourismus, der in der Regel ebenfalls von beruflich motivierten Inhaltlichkeiten geprägt ist, auch nebenberufliche Bechäftigungen in den unterschiedlichsten Bereichen (Kultur, Politik, Sport, Wissenschaft etc.) Zur Teilnahme an einer Tagungsveranstaltung führen.

Im Gegensatz zum Geschäftsreise-Verkehr im engeren Sinne handelt es sich beim Kongress- und Tagungsreise-Verkehr um eine Art Gruppentourismus.”

Die in der Kongress- und Tagungs-Wirtschaft häufig vertretene Auffassung, dieser Bereich habe mit Tourismus nichts zu tun, er sei vielmehr ein völlig eigenständiger Wirtschaftszweig, hat in dieser Betrachtung keinen Platz. Eine unvoreingenommene Analyse der Realität zeigt, dass die touristischen Interessen im der Kongress-Wirtschaft eine große Bedeutung haben. Diese Einschätzung wird durch die häufige Beteiligungen von Tourismus-Organisationen an CVB belegt. Richtig ist allerdings, dass sich die Kongress-Wirtschaft in Struktur und Abläufen vom allgemeinen Tourismus sehr stark unterscheidet. Insofern ist es angemessen, wenn die Kongress-Wirtschaft in eigenständigen, nichttouristischen Verbänden organisiert ist.

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