Geschichte

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Geht man von den Hauptfunktionen der Messen und Ausstellungen aus, nämlich ein möglichst umfassendes Angebot mit einer möglichst repräsentativen Nachfrage an einem Ort und zu einer bestimmten Zeit zusammenzubringen, so muß man in der Geschichte schon sehr weit zurückgreifen, um die Ursprünge der modernen Messewirtschaft aufzufinden. Im Grunde sind die in einschlägigen Werken eindringlich geschilderten Tausch-Handelspraktiken vorgeschichtlicher Menschen, die ihr Angebot auf Urwaldlichtung ausbreiteten und abwarteten, was die hinter Bäumen versteckten Partner als Gegenwert dazulegten, bereits eine Art Messen. Am Anfang des Handels stand also das Ausbreiten der Ware an einem dafür vorgesehenen Platz. Und wenn man sich vergegenwärtigt, daß beispielsweise in der Bronzezeit der Handel bereits riesige Entfernungen überwand, dann muss man sich auch vorstellen können, daß diese Leistung nicht durch einzelne Händler vollbracht werden konnte, sondern nur im Verbund vieler Anbieter, die den Ausgleich der Interessen durch “Kreuz und Quer Geschäfte" ermöglichten. (Seidenstraße)

Die häufig vertretene Auffassung, die Ursprünge der Messen lägen in den Jahrmärkten, ist nur bedingt richtig. Zwar können viele Messeplätze ihre Messegeschichte auf die Existenz früher Jahrmärkte zurückführen, doch ist dies eine auf den jeweiligen Messeplatz bezogene Sicht. Ein klareres Bild ergibt sich bei einer typologischen Betrachtung, die sich an den jeweiligen Funktionen orientiert. Es hat schon immer eine deutliche Differenzierung zwischen Regional-Ausstellungen und Jahrmärkten auf der einen und Fernhandels-Märkten auf der anderen Seite gegeben. So kann man allenfalls die heutigen Verbraucher-Ausstellungen auf frühere Jahrmärkte zurückführen. Messen hingegen sind überwiegend Ereignisse des Fernhandels. Deshalb liegen die Ursprünge des modernen Messegeschäfts im Fernhandel: Die Austauschplätze an der Seidenstraße, die Stapelplätze (Stapelrecht) des Fernhandels im Mittelalter, die Handelsplätze an den Handelsstraßen Europas waren Markt-Plätze des Fernhandels, nicht des Regionalhandels.

Gut belegt sind Kaufmannstreffpunkte in St. Denis bei Paris um 629 n. Ch., in Köln um 973, in Mainz um 975, in Prag um 1000, aber dann zwei Jahrhunderte später auch Beauclaire (1217), Frankfurt (1240), Leipzig (1268). Als wichtige Markt Plätze werden in dieser Zeit auch Nowgorod, Lyon, Mailand und Turin und eine ganze Reihe weiterer Städte genannt. Ursache ist die rapide Entwicklung des Fernhandels, der ja ohnehin die wahre Mutter der Messen ist. Eine enge Verbindung besteht auch zwischen der Geschichte der Messen und der Entwicklung des Geldes. Es ist verständlich, daß die Fernhändler Wege suchten, auf das Mitführen gewichtiger Münzmengen verzichten zu können. Die bedeutenden Messeplätze wurden deshalb auch wichtige Münztauschplätze, wo Münzen aus der ganzen damals für den Handel relevanten Welt bewertet und honoriert wurden, wo die großen Handelshäuser und Geldwechsler ihre Niederlassungen hatten, um die auf sie ausgeschriebenen Zertifikate und Zahlungsanweisungen entgegenzunehmen und dafür lokal verwendbares Geld auszuzahlen. Der Blick in die Geschichte läßt auch zu, sich ein Bild davon zu machen, wann und warum sich Messen entwickelten, und wo und warum sie als Marketinginstrument Bedeutung erlangten . Wo festgefügte Geschäftsverbindungen bestehen oder wo der Einzelhändler direkt bei dem ihm bekannten Produzenten die Ware kauft, braucht man keine Messen. Messen sind dazu da, Anbieter und Nachfrager miteinander bekannt zu machen, den Anbietern die Möglichkeit zu bieten, unter vielen Nachfragern den Geschäftspartner auszusuchen oder dem Nachfrager die Möglichkeit zu geben, unter den Anbietern auszusuchen. Das bedeutet: Wenn die Zahl der Anbieter klein ist, bedarf es keiner Messen. Wenn die Zahl der Nachfrager klein ist, bedarf es ebenfalls nicht der Messen. Konzentration und Marktmacht sind deshalb der Feind der Messen. Aber es gibt noch einen Grund für das Entstehen von Messen. Wenn Waren über weite Strecken transportiert werden müssen und dabei den Besitzer mehrfach wechseln müssen, sei es, weil die Händler nicht wagen wollen, ein bestimmtes Gebiet zu verlassen, eine bestimmte Grenze zu überschreiten, dann kann die Übergabe der Ware an feste, schon vorher bestimmte Abnehmer erfolgen. Sie kann aber auch so erfolgen, daß die Ware einer Vielzahl von Händlern angeboten werden und der günstigste den Zuschlag erhält. Im letzteren Fall, verstärkt noch, wenn die Ware nach dem Umschlag in unterschiedliche Richtungen aufgeteilt abströmen, entstehen an den Kreuzungspunkten der Handelswege Märkte und Messen.

Offene Handelssysteme fördern die Bildung von Messen. Gleichzeitig wird hier noch ein weiterer Aspekt sichtbar: Unsichere Transportwege fördern die Bildung von Handelskartellen und Abmachungen unter den Händlern und mit den die Handelswege Beherrschenden. Messen gedeihen aber nur in freien Handelssystemen. Die Etrusker, die Griechen, die Phönizier, die Karthager, die Araber, die Spanier, die Portugiesen arbeiteten mit dem System der Handelsniederlassungen. Ihre Waren gingen in die gesamte damals bekannte Welt, aber der Handel wurde auf einer einheitlichen Handelsschiene abgewickelt. Messen waren dabei nicht erforderlich, weil Zahl der am Handel Beteiligten zunächst klein blieb. Das ist aber gewiß nur richtig für den Handel zwischen den genannten Ländern und dem jeweiligen Ausland. Es scheint aber Märkte gegeben zu haben für die Weiterverbreitung der Waren in das Hinterland. In Hesekiel 27 der Bibel sind die vielen Waren aufgezählt, die aus dem Ausland über Tyros in Phönizien ihren Weg in andere Länder fanden, und es wird auch mitgeteilt, daß dies mit Hilfe von Märkten geschah. Wir würden heute sagen, die Märkte in Tyros zeichneten sich durch ein beachtliches Drittländergeschäft aus. Und diese Märkte hatten ganz gewiß Messecharakter, denn die Darstellung zeigt deutlich, daß hier überwiegend nicht an Konsumenten, sondern an Händler verkauft wurde.

Jeder der selbständigen Stadtstaaten Phöniziens in der Zeit um 1000 bis 774 v. Chr. wird über einen solchen Markt verfügt haben, auf dem Purpur und Metallarbeiten aus Phönizien, Gold aus Ägypten (das es wiederum aus Afrika, vor allem aus dem heutigen Somalia, herangeschafft hatte), Elfenbein und Blei aus Ägypten und Numidien, Kupfer, Getreide, Öl, Silber und Blei aus Spanien, Zinn und Blei aus Britannien ge und verkauft wurden. Über Marsilia wurde umfangreicher Handel mit den Kelten abgewickelt, die zu dieser Zeit praktisch ganz Mitteleuropa beherrschten. Die Griechen erschlossen sich in der Zeit von 750 550 v. Chr. den Mittelmeerraum über Handelsniederlassungen auf Sizilien, Süditalien und Südafrika sowie rund um das Schwarze Meer, von wo sie wirtschaftliche Beziehungen bis nach Sibirien hinein, bis nach Indien und über die Seidenstraße bis China unterhielten. Arabien Ostafrika, Italien, Spanien gehörten zu ihren Lieferanten. Als ein Ergebnis des alexandrinischen Reichs hatte dieser riesige Wirtschaftsraum trotz der Diadochenkämpfe Bestand bis um das Jahr 200 v. Chr. Lange Zeit behielten die Messen ihre Rolle. Die politischen Verhältnisse und vor allem Kriege sorgten dafür, daß die Plätze wechselten. Der Niedergang der Zentralgewalt im mittelalterlichen Deutschland stärkte die Bedeutung der am Handelswege liegenden Gewalten. Schutzgelder und Zölle verteuerten die Waren von Tagesreise zu Tagesreise. Raubritter nahmen sich, was sie auf gütlichem Wege nicht bekamen. Da war die Erfindung des Schutzbriefs, des Geleits, des Messeprivilegs ein Segen. Solche Schutzbriefe konnten natürlich nur besonders zahlungskräftige Städte von den am Wege lauernden Gebietsherren und später von der wieder erstarkenden Zentralgewalt, dem Kaiser, erwirken. So begann der Aufstieg der großen Handelsstädte zu zentralen Messestädten. Mit dem Aufkommen der Manufakturen und damit der beginnenden Industrieproduktion änderte sich die Funktion der Messen. Es wurde vermehrt für einen anonymen Markt produziert. Es wurde überflüssig, die zu verkaufenden Ware vollzählig zur Messe zu transportieren. Konsequenz ist die Mustermesse, die in 1890 erstmals in Leipzig stattfand. Damit erhielt Leipzig einen entscheidenden Vorteil gegenüber anderen Messeplätzen, den diese bis weit ins 20. Jahrhundert nicht aufzuholen vermochten. Der Fortschritt der Technik verlangte am Ende des 19.Jahrhundert nach neuen Formen der Präsentation der neuen Techniken mit dem Ziel, diese bekannt zu machen und sie durchzusetzen. Das ausgehende 19. und der Beginn des 20.Jahrhunderts waren deshalb die Zeit der Weltausstellungen und Gewerbeausstellungen, bei denen die neuen Techniken, wie die Elektrotechnik, auf dem Automobilsektor, im Flugwesen, im Bauwesen usw. ihren Durchbruch erlebten. Weltausstellungen werden bis in unsere Tage durchgeführt. Ihnen fehlt allerdings der die Messen kennzeichnende kommerzielle Charakter. Heute wird versucht, sie durch eine Verfachlichung am Leben zu erhalten. Dennoch muß gesagt werden, daß diese Art der eher Prestigebedürfnissen der Nationen dienende Veranstaltungen als überlebt gelten müssen.

Bis in die zwanziger Jahre ging die Zeit der unübersichtlichen Messeszenerie. Weltausstellungen, Nationalausstellungen, Medaillenschacher, der Kampf um das Erbe Leipzigs nach dem ersten Weltkrieg und das Entstehen von Messen in Barcelona, Basel, Brüssel, Mailand, Paris, Utrecht und Wien fallen in diese Zeit. In der Zeit der relativen Wirtschaftsblüte in Deutschland von 1924 bis 1928 konnte eine Konsolidierung durchgesetzt werden. Es kam in 1929 erstmals wieder mit der Beteiligung an der Weltausstellung in Barcelona zu einem größeren Auslandsauftreten der deutschen Wirtschaft. Aber nach dem 30.1.1933 wurde der kommerzielle Charakter von Messen und Ausstellungen wieder zurückgedrängt, und mit der zunehmenden Isolierung der deutschen Wirtschaft von den Weltmärkten endete auch die Auslandsmessetätigkeit. In diese Zeit fällt die gewachsene Bedeutung einiger ausländischer Messeplätze wie Lüttich, Helsinki, Barcelona. Der zweite Weltkrieg beendete auch diese Aufwärtsentwicklung des internationalen Ausstellungs und Messewesens. In Deutschland allerdings nahmen Ausstellungen einen großen Aufschwung, die als ,,Braune Messen" eher der politischen Meinungsbildung dienten, allerdings auch dafür sorgten, daß sich Ausstellungs Know how erhielt und fortbildete, das nach dem Krieg einem Netz von Verbraucherausstellungen zum Erfolg verhalf.

Nach 1945 lag das Messewesen in Deutschland, aber auch anderswo, ebenso darnieder wie die Wirtschaft und der Außenhandel. Die Messeplätze Frankfurt und Köln versuchten schon in 1947 und 1948 an ihre frühere Bedeutung anzuknüpfen. In Hannover entstand in 1947 die Industriemesse Hannover, die ausschließlich dem Export gewidmet war, sich aber dann doch sehr bald zu einer auch an den deutschen Markt gerichteten internationalen Messe entwickelte. Zu gleicher Zeit entstanden in vielen Orten lokale und regionale Schauen als natürliche Konsequenz der Tatsache, daß Verbraucher und gewerbliche Anwender keine Möglichkeit hatten, sich über das Angebot an den Märkten zu informieren, weil das Transportwesen und die Zonengrenzen Mobilität nicht in erforderlichem Maße zuließen. Frühzeitig schon begann in Deutschland das Messewesen der zunehmenden Spezialisierung in der Wirtschaft zu folgen. Es entstand eine große Zahl von Fachmessen und damit auch eine größere Vielzahl von Messeplätzen. Im Ausland vollzog sich diese Entwicklung mit erheblicher Zeitverzögerung, aber seit dem Ende der 70er Jahre doch sehr heftig. Heute spielen Universalmessen in Deutschland keine Rolle mehr. Im Ausland haben sie sich lange Zeit vor allein in solchen Ländern behaupten können, deren Wirtschaft noch nicht sehr weit fortentwickelt und auch noch wenig differenziert war. Allerdings ist bemerkenswert, daß in Ländern, die zu den Entwicklungsländern zu zählen sind, das Messewesen unmittelbar zu den Fachmessen gefunden hat, ohne den Umweg über Universalmessen zu gehen. Das Messegeschehen in den 80er und 90er Jahren war weltweit gekennzeichnet durch ein rasch wachsendes Angebot an Messen und Ausstellungen. Dies traf nicht nur für Länder zu, die in ihrer wirtschaftlichen Entwicklung an der Schwelle zum Industrieland standen, sondern auch für die Industrieländer selbst, in denen mit neuen Messen angesichts weitgehend gesättigter Märkte Marktlücken nachgespürt wurde. Weltweit entstanden neue Ausstellungsflächen, die jeweils nach modernen Erkenntnissen gestaltet wurden. Dass hierbei auch die Ausstellungsgelände deutscher Messegelände als Vorbild genommen wurden, mag befriedigen, sollte aber nicht den Blick dafür verstellen, dass sich der Wettbewerb auf der internationalen Veranstalter-Ebene dadurch verstärkt. Der Abstand zur ausländischen Konkurrenz ist für den Messeplatz Deutschland auch dadurch geringer geworden, dass beachtliche Qualitätsverbesserungen in Konzeption, Durchführung und Marketing der Veranstaltungen festzustellen sind. Dies gilt auch für die Serviceleistungen. Im Ausland nahm in dieser Zeit die Internationalisierung vor allem bei den fachlich orientierten Messen und Ausstellungen zu. Dies gilt sowohl für die Aussteller- wie für die Besucherseite. Die Bereitschaft und der Zwang für deutsche Unternehmen, sich auf ausländischen Messen zu präsentieren, wird weiter tendenziell zunehmen. Dies wird die nach wie vor gegebene internationale Spitzenstellung des deutschen Fachmesseangebotes nicht gefährden. Die deutschen Unternehmen werden weiterhin die Chancen des Messeplatzes Deutschland voll nutzen, der über die jeweiligen Landesgrenzen hinausgehende stärkere Flexibilität ist aber nicht nur auf der Aussteller und Besucherseite festzustellen. Deutlich ist zu sehen, daß die Veranstalter ihren Aktionsradius erweitern, ihre Aktivitäten weltweit verstärken und auch vermehrt in internationale Kooperationen eintreten. In jüngster Zeit sind verstärkt auch Investitionen in ausländische Messeplätze zu beobachten. Die deutschen Messegesellschafte haben ihre Auslands-Vertreter-Netze weiter ausgebaut, darunter auch Häuser, die bisher eher zurückhaltend in dieser Hinsicht waren. Umgekehrt ist die Zahl der Repräsentanten ausländischer Messegesellschaften in der Bundesrepublik angewachsen. Auch haben deren Aktivitäten zugenommen. Mit dem Entstehen der weltweit größten Veranstaltergesellschaft Miller Freeman, einem Tochterunternehmen des Medien-Konzerns United Media, ist zudem ein starker Konkurrent entstanden, der es aber bis her vermieden hat, in Messegelände zu investieren. Das noch in den 80er Jahren stark propagierte Eingehen von Arbeitsgemeinschaften mit ausländischen Messegesellschaften wurde in den 90er Jahren als nicht erfolgversprechend erkannt. Mit Miller Freeman und Reed sind z.B. in den letzten Jahren potente Veranstalter entstanden, die bei der Durchführung von Messen und Ausstellungen schon immer auf einem weltweiten Aktionsfeld tätig waren und damit eh und je eine international wirksame Unternehmensstrategie verfolgt haben. In diesem Zusammenhang verdient vor allem die Entwicklung in den USA Beachtung. Hier sind neue, hochmoderne Messegelände entstanden und Veranstaltungen, die schon heute an die Qualitätsmaßstäbe heranreichen, wie man sie von europäischen Veranstaltungen gewöhnt ist. Dies ist insofern bemerkenswert, als die amerikanischen Messen von ganz anderen Ursprüngen herkommen als die europäischen Veranstaltungen. Die amerikanische Wirtschaft hat das Medium Messe spät, aber um so intensiver entdeckt. Eine ähnlich dynamische Entwicklung hat sich in Asien ergeben, wo zunächst englische und amerikanische Veranstalter die Szene weitestgehend beherrschten mit überwiegend kleinen Veranstaltungen zu sehr speziellen Themen, die meist themengleich in mehreren Ländern stattfanden. In den 90er Jahren sind dann deutsche Veranstalter verstärkt in diesen Markt eingetreten. Zu nennen sind hier vor allem Frankfurt, Düsseldorf und München. Mit dem Bau neuer Messegelände in Singapur, Hong Kong (Erweiterung) und Tokyo sind dort Messekapazitäten in der 100.000m²-Klasse entstanden. Es wird nur eine Frage der Zeit sein, bis die Gelände-Betreiber selbst als Organisatoren von Messen auftreten; in Tokyo und im Singapore Convention Centre (nicht zu verwechseln mit dem neu errichteten Singapore Expo) ist diese Entwicklung bereits im Gange. Verstärkt treten seit Anfang der 90er Jahre deutsche Messegesellschaften als Veranstalter auf mit Konzeptionen, die auf eigenen Messen in Deutschland beruhen. Soweit dabei der Schwerpunkt auf die in Deutschland gewonnen Aussteller gelegt wird, ist dies lediglich der Versuch, diese auch auf ausländischen Messeplätzen zu betreuen. Hinzu mag in vielen Fällen die Absicht kommen, in den jeweiligen Ländern die Wirtschaft an die eigenen Messen in Deutschland heranzuführen. Diese Strategie mag kurzfristig erfolgreich sein. Langfristig werden die deutschen Messegesellschaft erkennen, dass sie im Ausland eigenständige Messen für die dortigen Märkte organisieren oder das Feld den frei agierenden Messegesellschaften überlassen müssen. Ohnehin ist zu beobachten, dass in vielen Ländern der politische Wille vorhanden ist, eine eigene, von ausländischen Veranstaltern unabhängige nationale Messewirtschaft aufzubauen.

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