Gemeinschaftswerbung

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Messen und Ausstellungen können auch als eine Sonderform der Gemeinschaftswerbung betrachtet werden, da sie gemeinsame Marktbeeinflussung bzw. eine Methode darstellen, gemeinsam Interessenten für die von den Ausstellern angebotenen Erzeugnisse zum Besuch der Veranstaltung und damit der Aussteller zu bewegen. Dies gelingt umso besser, je umfassender die Veranstaltung das Angebot im jeweiligen Markt widerspiegelt.

Gemeinschaftswerbung betreiben der AUMA für die deutschen internationalen Messen, die IDFA und der FAMA für die Messen ihrer Mitglieder.

Problem einer jeden Gemeinschaftswerbung ist die Frage der angeblich ungleich verteilten Nutzen. Große Marktteilnehmer vermuten höheren Nutzen für die Kleinen, weil diese angeblich als “Trittbrettfahrer" vom Renommee der Großen profitieren. Kleine Marktteilnehmer vermuten den größeren Nutzen bei den Großen, weil diese ohnehin mit der jeweilen Branche, im vorliegenden Fall der Messewirtschaft, aufgrund ihres Bekanntheitsgrades identifiziert werden. In Wahrheit besteht z.B. der Nutzen der Gemeinschaftswerbung für den Messeplatz Deutschland darin, daß durch sie zusätzliche Werbe-Impulse wirksam werden, die wegen ihres quasi offiziellen Charakters breitere Publizität ermöglicht als die Einzelaktionen der verschiedenen Messegesellschaften allein, die den spezifischen Zielgruppen die einzelnen Fachmessen durch vertiefte Information nahebringen müssen.

Die Gemeinschaftswerbung des AUMA für den Messeplatz Deutschland in den 80er Jahren hat beträchtliche Aussteller-Zuwächse bewirkt. So stiegen nach Präsentationen die Ausstellerzahlen aus den entsprechenden Ländern um durchschnittlich 43%.

Die Messegesellschaften bieten ihren Ausstellern meist ein umfangreiches Paket von Maßnahmen gemeinschaftlicher Werbung an in der Erkenntnis, daß die Darstellung von Gruppeninformationen von Presse und Öffentlichkeit eher aufgenommen werden als individuelle Informationen einzelner Firmen (Service), (Werbe-Hilfen)

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