Fernhandel

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Messen sind Instrumente des Warenaustausches im Weltmarkt. Zwar ist historisch betrachtet mancher Messeplatz aus einem Marktereignis eher lokalen oder allenfalls regionalen Zuschnitts hervorgegangen, doch waren auch schon im frühen Mittelalter die maßgeblichen Messen Treffpunkte von Kaufleuten aus der ganzen damals bekannten Welt und vor allem von Waren, die oft einen Transportweg um den halben Erdball hinter sich hatten. Insbesondere an den großen Karawanen-Routen entstanden an den Rastplätzen häufig Warenaustauschplätze, an denen Waren entweder an Anschluss-Karawanen weitergegeben oder an Händler verkauft wurden. Die Fernhändler waren meist Großhändler, die ihre Waren zumeist nur in ganzen Packungen bzw. in größeren Gewichten verkaufen durften. Der direkte Verkauf an Verbraucher war ein gesondert geregeltes Recht, während der Großhandel jedem frei stand. (Geschichte), (Seidenstraße)

Die Fernhändler boten ihre Waren entweder in eigenen Räumen mit meist geräumigen Innenhöfen an oder sie nutzten dafür die von Städten oder Gilden errichteten Kaufhöfe. In einigen Städten entwickelte sich die Angebotsform der Messe, zu der temporär viele Anbieter zusammenkamen.

Berühmte Fernhändler des Mittelalters waren die Fugger, die Welser, die Medici, aber auch Handelsgesellschaften. (Stapelrecht), (Geschichte), (Seidenstraße)

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