Deutscher Tag

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Offizielle Gemeinschaftsbeteiligungen der deutschen Wirtschaft an Messen im Ausland sind nicht nur Präsentationen deutscher Waren. Sie sind immer zugleich auch Gelegenheiten, die Bundesrepublik Deutschland als Wirtschaftsland gegenüber wichtigen Kreisen der Wirtschaft, der Politik, der Presse und der Wissenschaft darzustellen. Deshalb finden während ausländischer Messen häufig Empfänge statt, die von den diplomatischen Vertretungen der Bundesrepublik im Messeland organisiert und in der Regel vom Bundesministerium für Wirtschaft finanziert werden.

Zu ihnen werden die genannten Kreise, aber vor allem auch die Ausstellerfirmen und die im Land tätigen, mit Niederlassungen oder Büros vertretenen Unternehmen eingeladen.

Solche Empfänge werden vor allem in solchen Ländern für wichtig gehalten, in denen Politik und Verbände eine besonders große Rolle für wirtschaftliche Beziehungen spielen. Die an der betreffenden Messe teilnehmenden Firmen richten deshalb die Reisen wichtiger Firmenrepräsentanten zum Messeort häufig am Termin des Deutschen Tages aus.

Dem Bedürfnis der Staaten nach einer derartigen Selbstdarstellung tragen die Veranstalter von Messen im Ausland dadurch Rechnung, daß sie möglichst jeder Nation einen nationalen Tag zubilligen. Bei Messen mit starker ausländischer Beteiligung führt dies häufig dazu, daß die Messetage mehrfach als Nationaltage vergeben werden mit der Folge eines Überhandnehmens von Empfängen, die letztlich von der Wirtschaft des Landes dann nicht mehr in erhofftem Maße wahrgenommen werden.

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