Bodenbelag

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Bei Messen und Ausstellungen wird in den Teilnahmebedingungen häufig vorgeschrieben, die Messestände mit Teppichen bzw. Teppichböden auszulegen. Damit soll in Abgrenzung zu Veranstaltungen mit Flohmarkt-Charakter Einfluss auf die Gesamt-Gestaltung der Veranstaltung genommen werden. Die Verwendung von nur einmal verwendbaren Materialien wirft allerdings Umwelt-Probleme auf und erhöhen zudem die Entsorgungs-Kosten. Mehrere Anbieter haben deshalb Auslegware auf den Markt gebracht, die recycelt werden kann.

Bodenbeläge in Tagungsräumen

Die geplante Norm für Tagungsstätten stellt fest: Der Bodenbelag in einem Tagungsraum ist stark an der Nutzung eines Raumes orientiert. Die Nutzung eines Raumes legt die Art der Bodenbelegung fest. Die Mindestanforderung nach Schwerentflammbarkeit ( Brandverhalten DIN 4102 Teil 1 Klasse B 1 ) sollte aber immer erfüllt sein.

Fußböden müssen eben und rutschhemmend sein; sie dürfen keine Stolperstellen haben. Als Stolperstellen gelten im allgemeinen Höhenunterschiede von mehr als 4 mm.

Im Fußboden liegende Anschlußdosen für Elektro-, Telefon-,sowie Audio- und Videoinstallationen müssen in nicht benutztem Zustand fußbodenbündig abgedeckt sein. Wenn sie in Verkehrsbereichen (wechselnde Wegführung bei mobiler Einrichtung.) liegen, dürfen sie nicht als Anschlußstellen benutzt werden.Überflur- ( Aufbau-) Anschlußelemente dürfen in Verkehrsbereichen nicht angeordnet werden. Für die Ausführung der Verschlußdeckel gelten die entsprechenden Sicherheitsregeln für Büro-Arbeitsplätze ( GUV 17.7,Abschnitt 4.9.2 Absatz 2 ), sowie die Verlegung von Kabeln ( GUV 17.7, Abschnitt 4.9.3 ). Für den Menschen spürbaren elektrostatischen Aufladungen, die z.B. durch Textil- oder Kunststoffbodenbeläge bedingt sind, ist entgegenzuwirken. Dies kann beispielsweise durch Erhöhung der relativen Luftfeuchtigkeit im Raum oder durch die Verlegung von leitfähigen Bodenbelägen geschehen.

Neben den funktionalen und optischen Eignungen müssen die akustischen Auswirkungen von Bodenbelägen auf die Räume beachtet werden. Das Zusammenspiel von verschiedensten Materialien in einem Raum wie Deckenausbildung, Wandverkleidungen und Bodenbelag sind maßgebend für den akustischen Raumeindruck. Nur schallharte sich gegenüberliegende Oberflächen in Räumen für Sprachverständlichkeit sollten vermieden werden. Raumzuschnitte und Raumvolumen sind ebenso für die Raumakustik von Bedeutung wie die aufgebrachten Oberflächenmaterialien.

Bei der Farbwahl des Belages sollte immer der zu erwartende Schmutzanfall berücksichtigt werden. Die Strapazierfähigkeit sollte auch immer unter dem Aspekt der dauernden Belastung in z.B. Gangbereichen oder wechselnder Belastung durch flexible Raumnutzung bewertet werden.

Weitere Anforderungen ergeben die sich aus der Nutzung: Belastung wechselnd oder statisch, stuhlrollengeeignet, antistatisch, ableitfähig, für Fußbodenheizung, zigarettenglutbeständig, mineralöl- und fettbeständig. Als Materialien kommen in Frage: Textiler Bodenbelag,Kunststoff, Linoleum, Gummi, synthetischer Kautschuk, Holz, Kork, Keramik, Naturstein, Werkstein.

Der Einsatz von EDV-Geräten im Tagungsbetrieb bestimmt immer mehr die speziellen Anforderungen an die Bodenbeläge in Tagungsräumen. Neben den speziellen Empfehlungen von Computer-Herstellern wird allgemein die Leitfähigkeit eines Bodenbelages im unverlegten Zustand mit RA in der Einheit Ohm mit £ 106 Ohm angegeben.

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