Bildwände

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Die geplante Norm für Tagungsstätten definiert: Bildwände dienen zur Wiedergabe von Stand- und Laufbild-, Video- und Datenprojektion. Eine Bildwand ist eine für Projektionszwecke vorbereitete feste oder aufrollbare Auffangfläche für das rein optisch-lichttechnisch projizierte Bild mit festgelegten und reproduzierbaren lichttechnischen Eigenschaften. Mit einem Anstrich ohne festgelegte und reproduzierbare lichttechnische Eigenschaften versehene geputzte Wände zählen gemäß Norm nicht zu den Bildwänden. Die Auflichtprojektion ist in den meisten Fällen leichter realisierbar. Die Rückprojektion hat den Vorteil, daß sie besser gegen Fremdlicht abgeschirmt werden kann, allerdings braucht sie mehr Platz wegen des erforderlichen Projektorabstandes von der Bildwand. In jedem Fall kann die Bildwand nur bis zu einem bestimmten Sehwinkel ohne Schwierigkeiten betrachtet werden. Die wichtigsten Kennzeichen einer Bildwand sind ihre lichttechnischen Eigenschaften, vor allem der winkelabhängig gemessenen Leuchtdichtefaktor und die Reflexionseigenschaften.

Für eine Auflichtprojektion ist in den Tagungsräumen der Diffus-Bildwandtyp D vorzusehen, weil bei ihm das projizierte Licht fast gleichmäßig verteilt wird.

  • Der Bildwandtyp S reflektiert im Spiegelwinkel und weist eine starke Richtwirkung auf.
  • Der Bildwandtyp B reflektiert im Auftreffwinkel und weist eine sehr starke Richtwirkung auf.
  • Der Bildwandtyp R ist nur für die Rückprojektion geeignet.

Eine qualitativ hochwertige und auf das jeweiligen Projektions- Umgebungslicht- und Raumverhältnisse angepaßte Bildwand ist für eine gute Projektionsqualität genau so wichtig wie das Projektionsgerät. Zur vollen Nutzung der Breite der Betrachterfläche sollen diffus reflektierende Bildwände (Bildwandtyp D) verwendet werden, die eine nahezu gleichmäßige Leuchtdichte über den Winkelbereich von +- 40° zur Bildwandnormalen aufweisen. Das Neigen einer Bildwand um mindestens 5° ermöglicht eine bessere Nutzung des Leuchtdichtefaktors für die Betrachter und vermindert darüber hinaus trapezförmige Verzerrungen.

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