Besucherführung

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In Messe- und Kongress-Zentren sind Maßnahmen, die der Orientierung der Besucher dienen, häufig unzureichend. Auch bei Veranstaltungen wird dieser organisatorische Aspekt oft nicht genügend beachtet. Im wesentlichen geht es dem Besucher darum, ohne zeitlichen oder organisatorischen Aufwand festzustellen, wo er sich befindet und wo er von ihm aus seiner individuellen Sicht gesuchte Aussteller, Produkte, Räume, Tagungs- und Kongress-Beiträge findet. Insofern reichen Dauerbeschilderungen nicht aus, die lediglich zu anderen Gebäude-Teilen oder Gebäuden führen; dies würde nämlich voraussetzen, dass dem Messe- oder Tagungsgast die Verbindung zwischen diesen und dem Gesuchten bewußt ist. Er müsste also bei Messen und Ausstellungen die Hallenaufteilung nach Produktgruppen kennen. Er müsste wissen, welche Kongress-Programmpunkte in den einzelnen Tagungsräumen stattfinden.

Gute Besucherführungen sind hingegen veranstaltungsbezogen. Sie weisen dem Teilnehmer der Messe oder des Kongresses den Weg zu den einzelnen Veranstaltungsteilen und richten sich dabei nach den vermuteten oder ermittelten Interessen der Teilnehmer.

Diesen Weg gehen die verschiedenen Informations-Systeme, zu denen nicht nur elektronische Auskunfts-Systeme zu zählen sind sondern auch einfache Informations- und Auskunftsstellen, in denen die Information durch geschultes Personal erfolgt. Doch ist dies nur eine Hilfskonstruktion. Ziel sollte eine selbst erklärende Beschilderung sein.

Wenig hilfreich sind auch Hallen- und Tagungsraum-Bezeichnungen, die keinem erkennbaren System folgen. In Kongress-Zentren ist z.B. üblich, die Tagungsräume nach verdienten oder lokal bekannten Persönlichkeiten zu benennen. Ganz abgesehen davon, dass diese Namen oft für den von ferne angereisten Besucher oft nichtssagend und für Ausländer häufig unaussprechbar sind, geben sie keinerlei Hinweis auf die Lage. Dies wäre aber gerade in Kongress-Zentren wichtig, weil die meist nach einer nicht ohne weiteres durchschaubaren Lage-Systematik angeordnet sind. Richtiger wären - zumindest zusätzlich - Raumbezeichnungen, die die Lage kennzeichnen, also z.B. Stockwerksnummer und Lagenummer enthalten.

Auch die Nummerierung von Ausstellungsständen sollte der Besucherführung dienen. Sie sollten die Hallennummer, die Lage in der Halle und eine systematische Reihennummer enthalten.

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