Besucher

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Es ist scheinbar nicht erklärungsbedürftig, wer Besucher einer Messe oder Ausstellung ist. Da die Zahl der Besucher aber eine werblich und akquisitorisch sehr wirksame Angabe ist (Beteiligungsentscheidung), wird sie besonders häufig manipuliert. So werden häufig die an Aussteller für deren Personal ausgegebenen Eintrittskarten mitgezählt oder bei Verbraucherausstellungen die an Plakataushangstellen ausgegebenen Gratiskarten mitgezählt. Ein besonders krasser Fall ist die Hochrechnung mit Hilfe von vermuteten Benutzungshäufigkeiten bei Mehrpersonen-, Mehrtages und Dauerkarten; auf diese Weise kommen besonders große Besucherzahlen zustande. Das Gleiche gilt für Besucherzählungen mit Hilfe des Eingangsdrehkreuzes, wenn nicht sichergestellt werden kann, dass Leerdrehungen nicht mitgezählt werden.

Ganz zweifellos werden die exaktesten Ergebnisse durch Erfassung und Registrierung jedes einzelnen Besuchers erreicht ( Besuchererfassung). Mit Hilfe elektronischer Besucherkontrollen ist dies heute auch bei großen Veranstaltungen möglich. In der FKM ist der Grundsatz “Wer zahlt, der zählt" festgelegt worden, der allerdings den Mangel hat, daß tatsächlich gekommene, jedoch kostenlose Karten haltende Besucher nicht mit berücksichtigt werden. In der Annahme, dass deren Zahl relativ klein ist und die erwähnten Manipulationsmöglichkeiten verhindert werden, ist diese Methode akzeptiert.

Die FKM Regeln sagen dazu folgendes: Die Gesamtzahl der Besucher wird aufgrund entgeltlicher Eintrittsausweise ermittelt. Als Besucher wird grundsätzlich nur gezählt, wer eine Eintrittskarte gegen Entgelt erworben hat, auch wenn die Bezahlung durch Dritte erfolgt. Dauerausweise oder Mehrtageskarten werden nur einfach gezählt. Gehören zu einer Veranstaltung ein Kongress oder eine Tagung und ist der Eintritt in diese Veranstaltung bereits in den Gebühren für die Teilnahme enthalten, so muss der Besuch dieser Veranstaltung durch namentlich ausgefüllte Eintrittskartenabschnitte oder durch entsprechende schriftliche Erfassung nachgewiesen werden. Angesichts der zunehmenden Verbreitung elektronischer Besucher-Erfassungssysteme könnte der Grundsatz “Nur wer zahlt, der zählt” neu diskutiert werden, zumal die Veranstalter inzwischen vielfältige Wege gefunden haben, die Möglichkeiten der Zahlung des Eintrittsgeldes durch Dritte zu einer optischen Erhöhung der Besucherzahlen zu nutzen. ( Eintrittsgutscheine) Diskutiert wird auch, verstärkt zu einer Totalerfassung der Besucher mit Hilfe einer Besucher-Registrierung überzugehen. Diese Methode ist im Ausland weit verbreitet.

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