Beschallung

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Der Erfolg von Kongressen, Tagungen und Messe-Auftritten kann in hohem Maße von der richtigen Beschallung beeinflusst werden. Viele Kongress-Zentren wurden als Konzerthäuser konzipiert und mit den entsprechenden Beschallungs-Anlagen ausgerüstet; diese sind für die Übertragung des gesprochenen Wortes wegen der unterschiedlichen Anforderungen an die Charakteristik der Lautsprecher häufig ungeeignet. Da der Klangeindruck eines in einem Raum stattfindenden Schall-Ereignisses stark von den baulichen Gegebenheiten, der Größe und Form des Raums, den Oberflächen und der Möblierung beeinflusst wird und zudem die Zahl der im Raum befindlichen Personen - ob sitzend oder stehend oder sich bewegend - und unterschiedliche Nebengeräusche zusätzlich berücksichtigt werden müssen, ist die Ausstattung eines Raums mit Beschallungs-Anlagen stets auf das Ereignis abzustimmen; feste Installationen erweisen sich häufig als nicht nützlich.

In Tagungsräumen wird diese Problematik besonders deutlich. Da das Klang-Ereignis, also in der Regel das auf dem Podium gesprochene Wort stets eine Kombination aus, je nach Standort des Zuhörers in unterschiedlichem Verhältnis, direktem und indirektem Schall ist, ist die Zeitverzögerung zwischen beiden wesentlich für die Präzision der Wahrnehmung. Flatter-Echos in Räumen mit sparsamer Möblierung und harten Oberflächen der Wände und Möbel können in erheblichem Maße stören. Am Rande erwähnt sei, dass einer Minderung der Nebengeräusche große Bedeutung zukommt. In vielen Fällen behindert ständiges Rauschen einer Klima-Anlage mit zu geringen Zu- und Ableitungs-Querschnitten das Zuhören. Geräusche aus Nebenräumen können durch Unterbinden oder wenigstens Dämpfen gemindert werden. Veranstaltern und Organisatoren ist wegen dieser beträchtlichen Probleme mit der richtigen Beschallung anzuraten, sich in den Vorverhandlungen zu vergewissern, dass diese dem Haustechniker bekannt sind und dass er in der Lage ist, eine den speziellen Anforderungen der Veranstaltung angemessene Beschallung sicherzustellen.

Bei Veranstaltungen mit Publikum, wie Kongressen, Tagungen, Events, Messen und Unterhaltungsveranstaltungen kommt der richtigen Beschallung eine große Bedeutung zu. Es geht dabei um die Auswahl und die Platzierung der Lautsprecher sowie um die Platzierung der Mikrofone. Wichtig ist dabei, die Beschallungsanlage auf die Beschaffenheit des Veranstaltunbgsraums abzustimmen. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal ist die Nachhallzeit. Während für Konzerte eine lange Nachhallzeit erwünscht ist, kann sie bei Sprach-Übertragungen, wie sie bei Konferenzen und Kongressen die Regel sind, äußerst störend sein. Dies ist auch ein Grund dafür, dass Tagungsstätten, die auch für Musik-Veranstaltungern genutzt werden und deshalb mit Beschallungs-Anlagen mit hoher Nachhallzeit ausgestattet sind, bei Kongressen nicht die notwendige Beschallungs-Qualität liefern. Mobile schallbrechende Installationen können in solchen Fällen hilfreich sein.

Beschallung Eine gute Sprach-Verständlichkeit wird erreicht, wenn der Schalldruck-Pegel bei 70-75 dBA liegt. Größere Säle verlangen bis zu 90 dBA und mehr. Doch ist nicht weniger wichtig, dass der Schalldruck flächendeckend gleichmäßig ist. Als Norm gelten 85 dBA. Darüber hinaus muss auf die Vermeidung von Diffus-Schall geachtet werden, der durch Reflektionen entsteht und die Verständlichkeit beeinträchtigen kann.

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