Berufe

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Angesichts der Vielfalt der Aufgaben, die im Rahmen einer Veranstalterorganisation, aber auch in der Messeabteilung eines ausstellenden Unternehmens wahrgenommen werden müssen, gibt es ein geschlossenes Berufsbild etwa des Messekaufmanns oder des Messetechnikers nicht.

Kurt Schoop hat die Tätigkeiten in der Veranstalterorganisation zu kategorisieren versucht. Er unterscheidet Objektleiter, Objektreferenten, Werbereferenten, Pressereferenten, Protokollreferenten, Technische Referenten, Referenten für Organisation und Verkehr. Eine im Auftrag des AUMA durchgeführte Untersuchung zur Aus- und Weiterbildung in der Messe- und Tagungswirtschaft nennt folgende Berufsfelder:

  • Der/die Objektleiter/in ist für die Akquisition der Schlüsselkunden zuständig und federführend für die gesamte Messeveranstaltung zuständig.
  • Der/die Projekt- oder Objektreferent/in ist für die Akquisition der Aussteller verantwortlich.
  • Der/die Marktforschungsreferent/in liefert die Fakten über die Aussteller und Besucherpotentiale und stellt eine systematische Rückkoppelung der Urteile über die Messe von den Ausstellern und Besuchern sicher.
  • Der/die Werbereferent/in zeichnet für die Umsetzung von Aussteller- und Besucherwerbung unter Einbindung von externen Dienstleistern der Werbe- und Kommunikationsbranche verantwortlich.
  • Der/die Pressereferent/in hat für die Aufmerksamkeit in den Medien zu sorgen.
  • Der/die Protokollreferent/in wird in der Betreuung wichtiger Persönlichkeiten und Multiplikatoren eingesetzt.
  • Der/die Kongressreferent/in ist für die Durchführung von Kongressen, Seminaren usw. zuständig.
  • Der/die Regie-, Verkehr- oder Logistikreferent/in zeichnet verantwortlich für die reibungslose An- und Abfahrt der Verkehrsmittel PKW, Busse, LKW, Öffentlicher Nahverkehr usw. während der Aufbau-, Abbau- und Laufzeit einer Messe.
  • Der/die Servicereferent/in unterstützt die Kunden mit den verschiedensten Leistungen, wie z.B. Vermittlung von Hotels oder Verkauf von Standbau-Paketen.

Diese Charakterisierung der Aufgabenfelder in einer Messe oder Ausstellungsgesellschaft sagt noch nichts über die Berufsausbildung aus. Grundsätzlich kann gesagt werden, dass eine solide Ausbildung, sei es in kaufmännischen, gewerblichen oder technischen Berufen, die beste Basis für eine Tätigkeit in einer Veranstaltergesellschaft ist. Hinzu kommen Flexibilität, Mobilität und die Bereitschaft zu stark wechselnden Arbeitsbelastungen und zu Sonn und Feiertagsarbeit. Im Ausstellerunternehmen ist insbesondere in kleinen und mittelgroßen Unternehmen die Vorbereitung und Durchführung einer Messebeteiligung in der Regel eine Aufgabe neben anderen, Der Fortbildung ist hier deshalb besondere Sorgfalt zuzuwenden. Dabei muss es einmal um die Vermittlung messe und ausstellungsspezifischer Kenntnisse für Mitarbeiter aus anderen Tätigkeitsbereichen gehen und zum anderen um die Vermittlung vertriebsorientierten Wissens und länderspezifischer Kenntnisse wie auch Sprachen. Die o.e. Untersuchung nennt als Merkmale, mit denen die Messemitarbeiter in den Unternehmen beschrieben werden können:

  • Er besitzt eine Berufsausbildung und Erfahrungen im Verkaufs- und Marketing- Bereich. Vor allem bei großen Unternehmen wird darüber hinaus auch eine Hochschulausbildung gefordert.
  • Er verfügt über Fremdsprachen-Kenntnisse.
  • Er weist eine hohe Leistungsbereitschaft auf, ist kommunikativ, teamorientiert, aufgeschlossen und pragmatisch.

In den 90er Jahren sind zunehmend spezielle Aus- und Fortbildungsgänge für Messe- und Kongress-Management geschaffen worden. Zu nennen sind die Berufsakademie Ravensburg mit einer Ausbildung zum Betriebswirt BA, die Congress Akademie in Karlsruhe, Aus- und Fortbildungsgänge der Industrie- und Handelskammern etc. (Ausbildung)

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