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Je höher der Grad der Branchenrepräsentanz einer Messe ist, umso stärker läßt ihr Verlauf Rückschlüsse auf die Stimmung in der Branche und auf die Branchenkonjunktur zu. Das konzentrierte Aufeinandertreffen von Angebot und Nachfrage erlaubt darüber hinaus auch Einblicke in den Stand der Technik in diesem Wirtschaftszweig. Da Messen in der Regel hoch wirksame Medienereignisse sind, werden sie von den Ausstellerunternehmen, den Messegesellschaften und in besonderem Maße von den Wirtschaftsverbänden dazu genutzt, die Situation der Branche zu beleuchten und spezielle Probleme darzustellen.

Langjährige Beobachtungen zeigen, daß die Besucherzahlen und der Geschäftsverlauf der Aussteller als Hilfsgrößen für den konjunkturellen Verlauf in dem auf die Messe folgenden Jahr gute Hinweise geben. Sie sind bei Gütern mit verhältnismäßig langem Wirtschaftszyklus meist präziser als bei Gütern mit kurzen Zyklen, deren Bedeutung in den letzten Jahren stark zugenommen hat.

Über den tatsächlichen Messeumsatz gibt es meist nur unzureichende Zahlen, so dass ergänzend dazu die Ergebnisse von Ausstellerbefragungen und Besucherbefragungen herangezogen werden müssen, die naturgemäß ungenau sind, weil die Kompetenz der befragten Personen unsicher ist, insbesondere wenn die Befragung am Ende einer Messe stattfindet. Bei Gütern mit kurzem Wirtschaftszyklus, wie z. B. der Mode unterworfene Waren, sind die Konjunktur Aussagen, die aus dem Messeverlauf abgeleitet werden können, weniger weitreichend und entsprechend unsicher.

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