Angebotsorientierung*

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Ist die Nomenklatur einer Messe an den angebotenen, Waren und sind die ausgestellten Erzeugnisse ohne Rücksicht auf den Verwender- bzw. Käufer-Kreis und auf den Verwendungszweck nach ihrer technischen Beschaffenheit gegliedert, so spricht man von Angebotsorientierung.

Die Produktionsstatistik des Statistischen Bundesamtes z.B. ist überwiegend an der technischen Beschaffenheit der Waren orientiert, also angebotsorientiert Diese Feststellung gilt aber z.B. nur begrenzt für Maschinen, da deren Nomenklaturen häufig nach dem Verwendungszweck gehen, also anwendungsorientiert sind. Generell kann man sagen, dass bis in die späten 60er Jahre des 20. Jahrhunderts, Messen überwiegend angebots- oder produktorientiert waren, während sie ab den 70er Jahren sehr viel häufiger anwendungsorientiert wurden.

Es ist zu unterscheiden zwischen der Angebotsorientierung von Messen als Veranstaltungen und ihren Nomenklaturen. Universalmessen hatten zunächst vielfach eine nur sehr begrenzt produktorientierte Gliederung. Das galt und gilt bis heute in verstärktem Maße dann, wenn es zahlreiche Gemeinschaftsbeteiligungen (z.B. aus dem Ausland) gibt mit einem jeweils sehr gemischten Angebot. Die Umgestaltung seit den 70er Jahren brachte zunächst eine produktorientierte Nomenklatur, dann aber auch eine entsprechende Ordnung des Angebots. Diese Entwicklung ist bei den Verbraucherausstellungen noch im Gange. Hier hat die Gliederung der Ausstellung nach Branchen erst in den 80er Jahren begonnen und ist insbesondere bei kleinen Veranstaltungen oft noch nicht vollzogen.


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Aus: Goschmann, Klaus | "Medien am Point of Interest" (1999)

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