Akustik* in Tagungsräumen

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Die Akustik des Tagungsraumes ist eine wichtige Voraussetzung für die Sprachverständlichkeit der Redner. Wesentlich für die Sprachverständlichkeit ist die Nachhallzeit, die in größeren Räumen etwa 1 Sekunde betragen sollte, in kleineren weniger. Die Nachhallzeit eines Raumes wird bestimmt vom Volumen und dem Produkt von Raumoberfläche mit Schallabsorptionsvermögen. Bei runden Räumen besteht die Gefahr ungleichmäßiger Schallverteilung, der durch geeignete Maßnahmen zu begegnen ist. Schallreflexionen an glatten Flächen (Wänden etc.) können durch akustische Maßnahmen (Anbringung von schallabsorbierenden Mitteln bzw. Objekten, weichen Stoffen, Dämmplatten usw. an den Reflexionsflächen) vermieden werden. Eine schallabsorbierende Bestuhlung, vor allem bei großen Räumen, ist günstig für die Raumakustik. Befindet sich Publikum im Raum, z.B. bei Tagungen, wird das Schallabsorptionsvermögen meistens positiv beeinflusst.


Grundgeräusch-Pegel

Eine gute Sprachverständlichkeit wird, wie die Erfahrung zeigt, in der Regel in kleinen bis mittleren Räumen bei einem Grundgeräusch-Pegel nicht größer als 40 dB(A), in größeren Räumen bei max. 45 dB(A) erreicht. Da der Grundgeräusch-Pegel durch den Betrieb von Geräten, wie z.B. Klima-Anlagen, Beleuchtungs- und Beschallungsanlagen, Projektoren und PC, beeinflusst wird, sollten bei der Messung alle technischen Einrichtungen eingeschaltet sein. Geräusche können bei mangelnder Schalldämmung von Trennwänden, Decken, Fenstern und Türen auch aus Nachbarräumen oder von außen eindringen.

Schalldämmung

Tagungsräume, vor allem wenn sie auch für andere Nutzungsarten verwendet werden sollen, sollten so schallisoliert sein, daß der hier erzeugte höchste Schallpegel weder als Luft- noch als Körperschall in benachbarte sowie darüber und darunter liegende Räume übertragen werden kann. Flexible Wandelemente und Raumabtrennungen sollten einen Schalldämmungsfaktor haben, der eine parallele Nutzung ohne Schall-Beeinträchtigung ermöglicht.


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Aus: Goschmann, Klaus | "Medien am Point of Interest" (1999)

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