Abstimm- und Interaktionsanlagen

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Vorreiter auf dem bei Abstimm- und Interaktionsanlagen ist das deutsche Unternehmen Brähler. Inzwischen werden solche Anlagen auch von Philips und weiteren Unternehmen angeboten. Eine Darstellung von Brähler zufolge bestehen Abstimm- und Unteraktionsanlagen aus PCs, die über Netzteile und Schnittstellen mit drahtgebundenen oder über Transponder (kombinierte Sende-Empfangsgeräte) mit drahtlosen Abstimmgeräten verbunden sind. Drahtgebundene und drahtlose Abstimm- und Interaktionsgeräte können in der Regel in einem System gemischt betrieben werden. Abstimm- und Interaktionsbetriebsarten werden meist in Teilnehmergeräten zusammen mit anderen Konferenzfunktionen kombiniert. Bei der elektronischen Interaktion kommunizieren Redner und Teilnehmer durch Fragen und Tastendruck, die Teilnehmer können dazu spontan ihre Meinung kundtun. Interaktionsanlagen steuern Interaktionsgeräte, welche die Abstimmung und zusätzlich weitergehende Meinungsäußerungen gestatten. Interaktionsgeräte ermöglichen Meinungsäußerungen mit zur Zeit fünf bis zehn Tasten. Die ersten fünf Tasten weisen eine doppelte Beschriftung auf: --, -, ?, + und ++ (für Bewertungen, graduelle Ablehnung oder Zustimmung) und 1, 2, 3, 4 bis 5 (für Abfragen aller Art). Die übrigen Tasten sind meist mit 6, 7, 8, 9 und 0 beschriftet. Die ersten fünf Tasten unterscheiden sich meist auch farbig.

Gebräuchlich sind z.B. offene und geheime Abstimmungen und Interaktionen, Bewertungen, Lernabfragen (Multiple Choice), Meinungsbefragungen, Pro & Contra und Shoot-out. Die Stimmenhäufelung ermöglicht es, einer Person beliebig viele Stimmen zuzuteilen (z. B. für Aktionärsversammlungen oder bei Stimmenübertragung).

Geheime Abstimmungen und vertrauliche Interaktionen lassen keine Zuordnungsmöglichkeit von Abstimmungsergebnissen und Teilnehmern zu, weder sofort noch später. Veröffentlicht werden nur Gesamtergebnisse. Bei offenen Abstimmungen und Interaktionen wird jedem Teilnehmer seine Abstimmungsergebnisse zugeordnet. Die Ergebnisse können als namentliche und Gesamtergebnisse veröffentlich werden.

Abstimmanlagen steuern Abstimmgeräte, die eine Meinungsäußerung mit „ja”, „nein” oder „Enthaltung” gestatten. Die Software soll an Kundenwünsche (z.B. Geschäftsordnung eines Parlaments) angepaßt werden können. Abstimmgeräte sollen bei Bedarf eine kundenspezifische Gestaltung bekommen und müssen oft fest eingebaut werden. Interaktionsgeräte können mit Chipkarten-Lesern zur Identifizierung ausgestattet werden. Die Identifizierung kann platzgebunden und nicht platzgebunden erfolgen. Die platzgebundene Personenerkennung ist eine namentliche Identifizierung von Teilnehmern, die dazu festen Plätzen zugeordnet sein müssen.

Bei der nicht platzgebundenen Personenerkennung erfolgtmit Hilfe von programmierten Chipkarten (in Kartenlesern) eine namentliche Identifizierung von Teilnehmern. Gesamt- und Gruppenergebnisse von Abstimmungen und Interaktionen wird mittels Großbildprojektion als farbige Tabellen, Kreis- oder Balkengrafik dargestellt und kann auch als Ausdruck zur Verfügung gestellt werden.


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Aus: Goschmann, Klaus | "Medien am Point of Interest" (1999)

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